Verpackungssets von Pack Innova

Kombiverpackungen nach Maß

Kombiverpackungen verbinden mehrere Verpackungskomponenten zu einer gemeinsamen Lösung. Außenverpackung, Schaumstoffeinlage, Polsterung, Ladungsträger und zusätzliche Schutzfunktionen werden so aufeinander abgestimmt, dass sie zum Produkt, zum Transportweg und zu den betrieblichen Abläufen passen.

Pack Innova entwickelt kombinierte Verpackungssysteme für empfindliche und technisch anspruchsvolle Produkte. Je nach Aufgabe stehen mechanischer Produktschutz, ESD-Schutz, Transport und Export, wiederkehrende Logistikprozesse oder besondere rechtliche Anforderungen im Mittelpunkt.

Mehr als 30 JahreVerpackungskompetenz
6.500 Projekteseit 2012 realisiert
Rund 500 Bauteilgeometrienpro Jahr
DIN EN ISO 9001 und ISO 14001zertifizierte Managementsysteme
Made in GermanyEntwicklung und Fertigung in Heppenheim

Sie wissen noch nicht, welche Verpackungsart zu Ihrer Anwendung passt? Wir ordnen Produkt, Schutzbedarf und Transportprozess gemeinsam mit Ihnen ein.

Was ist eine Kombiverpackung?

Eine Kombiverpackung besteht aus mehreren Verpackungselementen, die unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Schutzsystems übernehmen. Eine stabile Außenverpackung nimmt äußere Belastungen auf. Eine Innenverpackung fixiert das Produkt, trennt einzelne Komponenten und hält empfindliche Bereiche frei. Weitere Materialien oder Bauteile können zusätzliche Anforderungen erfüllen.

Typische Kombinationen sind beispielsweise:

  • Kartonage mit konturierten Schaumstoffpolstern
  • Koffer / Behälter mit Schaumstoffeinlage
  • Transportkiste mit konstruktiver Innenaufnahme
  • KLT oder GLT mit Tray / Inlay
  • Mehrwegbehälter mit austauschbarer Produktaufnahme
  • mechanische Schutzverpackung mit ESD-fähigen Komponenten

Eine Kombination mehrerer Materialien verbessert die Verpackung nicht automatisch. Entscheidend ist, ob jedes Element eine klar definierte Funktion erfüllt und sämtliche Komponenten gemeinsam auf Gewicht, Geometrie, Empfindlichkeit und Transportbelastung abgestimmt sind.

Kombiverpackung ist nicht automatisch Gefahrgutverpackung

Pack Innova verwendet „Kombiverpackung“ auf dieser Seite als übergeordneten Begriff für Verpackungssysteme aus mehreren Komponenten.

Im Gefahrgutrecht besitzen Begriffe wie Kombinationsverpackung und zusammengesetzte Verpackung eine eigene fachliche Bedeutung. Für den Gefahrguttransport muss die konkrete Verpackungsbauart für das jeweilige Gefahrgut, die Menge, die Verpackungsgruppe und den vorgesehenen Transportweg geeignet und zugelassen sein.

Wie Schaumstoff und Außenverpackung zusammenwirken

Außenverpackung

Kartonagen, Koffer, Kisten und Transportbehälter bilden die äußere Hülle. Abhängig von ihrer Ausführung übernehmen sie Aufgaben wie Stabilität, Stapelbarkeit, Handhabung oder Schutz vor äußeren Einflüssen.

Koffer / Behälter im Überblick

Schaumstoffverpackung als Innenaufnahme und Polsterung

Schaumstoffeinlagen, Konturpolster, Trays / Inlays, Zahnleisten und weitere Konstruktionselemente halten das Produkt in einer definierten Position. Auflageflächen werden an belastbaren Produktbereichen angeordnet, während empfindliche Oberflächen, Anschlüsse und Funktionszonen freibleiben können.

Schaumstoff kann dabei fixieren, Abstände schaffen, Produkte voneinander trennen oder mechanische Energie aufnehmen. Welche Funktion im Vordergrund steht, hängt von Produkt, Belastung und Verpackungsaufbau ab.

Schaumstoffverpackungen nach Maß

Zusätzliche Schutzfunktionen

Abhängig von Produkt und Anwendung lassen sich mechanischer Schutz, elektrostatische Eigenschaften, Mehrwegnutzung, Kennzeichnung und weitere Anforderungen miteinander verbinden. Jede Zusatzfunktion muss in das gesamte Verpackungssystem eingebunden werden.

Handling und Prozessintegration

Eine Verpackung soll nicht nur während des Transports schützen. Produktlage, Bestückung, Entnahme, Kontrolle, Zwischenlagerung und Rückführung beeinflussen ebenfalls den Aufbau der Lösung.

Welche Lösung passt zu Ihrer Aufgabe?

Transport- und Exportverpackungen

Transportverpackungen schützen Produkte entlang der Logistikkette. Außenverpackung, Fixierung und Polsterung werden auf Produktgewicht, Empfindlichkeit, Transportmittel, Umschlagpunkte und Lagerbedingungen abgestimmt.

Geeignet für:
  • empfindliche Geräte und Baugruppen
  • Maschinenkomponenten und Ersatzteile
  • nationale und internationale Transporte
  • Einzelstücke, Kleinserien und wiederkehrende Lieferprozesse
  • Einweg-, Mehrweg- und Pendelanwendungen
Transportverpackungen ansehen

ESD-Verpackungen

ESD-Verpackungen verbinden mechanischen Produktschutz mit geeigneten elektrostatischen Eigenschaften. Welche Materialien und Schutzmaßnahmen erforderlich sind, richtet sich nach Bauteil, Prozess, Gefährdung und vorhandenem ESD-Schutzkonzept.

Geeignet für:
  • elektronische Bauteile und Baugruppen
  • Platinen, Sensoren und Steuerungskomponenten
  • Produktion, Zwischenlagerung und Transport
  • Koffer / Behälter, Tray / Inlay und Schaumstoffeinlagen
  • wiederkehrende Serien- und Umlaufprozesse
ESD-Verpackungen ansehen

Gefahrgutbehälter und Gefahrgutverpackungen

Gefahrgutverpackungen unterliegen besonderen gesetzlichen und transportrechtlichen Anforderungen. Die Verpackung muss zum Gefahrgut, zur Klassifizierung, zur Verpackungsgruppe, zur Menge und zum Verkehrsträger passen.

Pack Innova kombiniert geeignete Außenverpackungen bei Bedarf mit einer produktbezogenen Innenausstattung. Die Innenausstattung darf die zugelassene Verpackungsbauart und ihre bestimmungsgemäße Verwendung nicht beeinträchtigen.

Geeignet für:
  • klassifizierte Gefahrgüter
  • empfindliche Gefahrgutprodukte und Komponenten
  • Anwendungen mit zusätzlichem Bedarf an Fixierung und mechanischem Schutz
  • Transporte entsprechend der jeweiligen Zulassung und dem vorgesehenen Verkehrsträger
Gefahrgutverpackungen ansehen

Transportaufgabe, ESD-Anforderung oder Gefahrgut: Häufig greifen mehrere Kriterien ineinander. Wir helfen Ihnen, die geeignete Lösungsrichtung festzulegen.

Kombiverpackung, Konstruktiv-Verpackung oder Schaumstoffeinlage?

Lösung Was der Begriff beschreibt Geeigneter Einsatz
Kombiverpackung Ein Verpackungssystem aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten oder Materialien Wenn Außenverpackung, Innenaufnahme und weitere Schutzfunktionen zusammenwirken müssen
Konstruktiv-Verpackung Die projektspezifische Entwicklung einer Verpackung nach Produktgeometrie, Belastung und Prozess Wenn Standardverpackungen oder lose Polsterungen keinen ausreichenden Schutz bieten
Schaumstoffeinlage Die produktbezogene Innenaufnahme eines vorhandenen oder ausgewählten Koffers / Behälters, Kartons oder einer Schublade Wenn eine Außenverpackung feststeht und durch eine definierte Produktaufnahme ergänzt werden soll
Tray / Inlay Ein Ladungsträger mit festgelegten Produktpositionen Für Serienprozesse, Montage, Zwischenlagerung und wiederkehrende Transporte
Koffer / Behälter Die äußere Hülle beziehungsweise das tragende Verpackungselement Wenn Robustheit, Mobilität, Stapelbarkeit oder Schutz vor äußeren Einflüssen gefragt sind

Die Begriffe schließen sich nicht gegenseitig aus. Eine kundenspezifisch entwickelte Konstruktiv-Verpackung kann zugleich eine Kombiverpackung sein. Eine Schaumstoffeinlage kann wiederum als Innenkomponente Bestandteil dieser Lösung werden.

Was ein abgestimmtes Verpackungssystem leisten kann

Produkte definiert fixieren

Konturen, Polster und Abstützungen begrenzen Bewegungen innerhalb der Verpackung. Produkt und Verpackungskomponenten können dadurch während Transport und Handling nicht unkontrolliert gegeneinander arbeiten.

Unterschiedliche Schutzaufgaben verbinden

Eine Verpackung kann gleichzeitig mechanische Belastungen berücksichtigen, empfindliche Oberflächen freihalten und zusätzliche Anforderungen wie ESD-Schutz oder Mehrwegnutzung einbeziehen.

Bestücken und Entnehmen erleichtern

Definierte Produktpositionen, Griffbereiche und Entnahmewege unterstützen verständliche und wiederholbare Arbeitsabläufe. Das ist besonders bei Serienprozessen, Serviceeinsätzen und Rückführungen relevant.

Verpackungsvolumen gezielt planen

Außenabmessungen, Produktanordnung und notwendige Schutzabstände werden gemeinsam betrachtet. Dadurch lässt sich der vorhandene Bauraum bewusst nutzen, ohne Schutzwirkung und Handhabung einer pauschalen Volumenreduzierung unterzuordnen.

Verpackungsvarianten sinnvoll begrenzen

Ähnliche Produkte können unter bestimmten Voraussetzungen in einer gemeinsamen Verpackungslösung zusammengefasst werden. Voraussetzung ist, dass Fixierung, Schutz und Handling für jede Variante erhalten bleiben.

So entwickelt Pack Innova eine Kombiverpackung

1. Produkt und Anwendung erfassen

Produktabmessungen, Gewicht, Schwerpunkt, Geometrie und Anzahl der Komponenten bilden die konstruktive Grundlage. Zusätzlich werden empfindliche Oberflächen, Kanten, Anschlüsse, Bedienelemente, Sensoren und weitere Funktionsbereiche erfasst. Transportweg, Lagerbedingungen, Handling, Stückzahl und besondere Anforderungen wie ESD-Schutz, Gefahrgutrecht, Mehrwegnutzung oder Sauberkeit werden gemeinsam eingeordnet.

2. Verpackungssystem aufbauen

Pack Innova legt fest, welche Außenverpackung, Innenaufnahme, Polsterung und Zusatzfunktionen für die Aufgabe erforderlich sind. Kartonage, Koffer / Behälter, Kiste, Schaumstoffaufnahme oder Ladungsträger werden nicht isoliert ausgewählt. Sie müssen als gemeinsames System zum Produkt und zum vorgesehenen Prozess passen.

3. Konstruktion und Material abstimmen

Kontaktflächen, Auflagepunkte, Schutzabstände, Dämpfung, Bauraum und Entnahmewege werden auf das Produkt abgestimmt. Auch betriebliche Abläufe wie Bestückung, Prüfung, Montage, Außendienst, Rücktransport und Reinigung beeinflussen den Aufbau. Bei Bedarf entstehen Muster oder Prototypen zur weiteren Abstimmung.

4. Lösung fertigen

Nach der Freigabe werden die vereinbarten Verpackungskomponenten gefertigt, montiert und konfektioniert. Abhängig von Material, Geometrie und Stückzahl kommen Konturschneiden, Stanzen, Fräsen, Wasserstrahlschneiden, Kleben, Montieren und Konfektionieren zum Einsatz.

Kombiverpackungen für industrielle Anwendungen

Kombiverpackungen für Elektronik und Elektrotechnik

Elektronik und Elektrotechnik

Elektronische Baugruppen benötigen häufig mechanische Fixierung und geeignete elektrostatische Eigenschaften. Beide Aufgaben müssen als gemeinsames Schutzsystem betrachtet werden.

Verpackungen für Elektronik und Elektrotechnik
Kombiverpackungen für Maschinen-, Geräte- und Anlagenbau

Maschinen-, Geräte- und Anlagenbau

Geräte, Präzisionsteile und schwere Komponenten stellen unterschiedliche Anforderungen an Lastaufnahme, Dämpfung, Außenverpackung und Handling.

Verpackungen für Maschinen-, Geräte- und Anlagenbau
Kombiverpackungen für die Fahrzeugindustrie

Fahrzeugindustrie

Serienteile, Ersatzteile und Baugruppen werden entlang verschiedener Produktions- und Lieferstufen bewegt. Kombinierte Verpackungssysteme können Produktschutz, Teileanordnung und wiederkehrende Logistikprozesse verbinden.

Verpackungen für die Fahrzeugindustrie
Kombiverpackungen für Medizintechnik und Messtechnik

Medizintechnik und Messtechnik

Empfindliche Geräte und präzise Baugruppen benötigen definierte Produktlagen, geeignete Kontaktflächen und nachvollziehbare Handhabung. Anforderungen an Sauberkeit oder weitere Prozessbedingungen müssen projektspezifisch geklärt werden.

Verpackungen für die Medizintechnik Verpackungen für MSR-Technik und Messtechnik

Nachhaltigkeit hängt vom Gesamtsystem ab

Eine Kombiverpackung ist nicht allein deshalb nachhaltig, weil einzelne Materialien recycelbar sind. Entscheidend sind Materialmenge, Lebensdauer, Wiederverwendbarkeit, Transportvolumen, Rückführungswege, Schadensvermeidung und die spätere Verwertung sämtlicher Komponenten.

Bei der Entwicklung sollte deshalb geprüft werden:

  • Kann die Verpackung mehrfach genutzt werden?
  • Lassen sich beanspruchte Komponenten austauschen?
  • Bleibt die Schutzwirkung über die vorgesehene Nutzungsdauer erhalten?
  • Können Materialien nach der Nutzung sinnvoll getrennt und verwertet werden?
  • Stehen Aufwand und Nutzen eines Rückführungsprozesses in einem tragfähigen Verhältnis?
  • Vermeidet die Verpackung Schäden, Nacharbeit und Ersatztransporte?

Häufige Fragen zu Kombiverpackungen